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Was für ein Spiel treibt die Regierung bei der Enovos?

Enovos und ihre Holding Encevo wollen nicht mehr nur Strom- und Gaslieferant sein, sondern sie wollen zusätzlich Elektroinstallationen bei privaten und gewerblichen Kunden installieren sowie auf öffentlichen Märkten aktiv werden.

Die neue Strategie des de facto Staatsbetriebs besteht darin, aggressiv auf Märkte vorzudringen, auf denen hunderte mittelständische Unternehmen aktiv sind, was den Kunden bis jetzt eine perfekte Konkurrenzsituation garantierte.

Um diese Strategie umzusetzen, hat Enovos Services, zu dessen Hauptaktionären der Staat, die Stadt Luxemburg, die BCEE und die Post gehören, im Juli 2018 das Technikunternehmen Paul Wagner et fils aufgekauft.

Kurz darauf erfolgte die Übernahme von Powerpanels S.A., dem größten Luxemburger Hersteller von Schalttafeln und Regelungstechnik. Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass sich Enovos ebenfalls die Mehrheitsanteile am marktführenden Zulieferunternehmen Minusines S.A. gesichert hat, bei dem zahlreiche Technikunternehmen ihr Material beziehen.

Mit diesen Zukäufen kontrolliert Enovos vom Einkauf, über den Vertrieb, der Installation von Anlagen bis hin zum Verkauf von Energie die gesamte Wertschöpfungskette der Branche. Zudem verfügt Enovos, durch ihre quasi Monopolstellung auf dem Energiemarkt, über gewerblich nutzbare Kundeninformationen, die anderen Unternehmen nicht zur Verfügung stehen.

Durch diese ungesunde Konzentrationspolitik und mit öffentlichen Geldgebern wie der BCEE im Vorstand, riskiert die staatlich kontrollierte Enovos Services über einen erheblichen Vorteil gegenüber anderen Unternehmen zu verfügen, die auf dem Markt aktiv sind.

Eine Klage, die die Fédération des Artisans bereits 2018 vor dem Konkurrenzrat vorgebracht hatte, wurde abgewiesen da es im Unterschied zu unseren Nachbarländen, in Luxemburg keine gesetzliche Basis existiere, um solche Konzentrationsphänomene zu kontrollieren. Zurzeit befindet sich eine Reform des Konkurrenzgesetzgebung auf dem Instanzenweg. Auch in dieser Gesetzesvorlage ist keine „ex ante“ Prozedur vorgesehen, mit der man im Vorfeld konkurrenzverzerrende Fusionen und Aufkäufe prüfen könnte. Hier gilt es nachzubessern.

Durch die jüngsten Zukäufe hat sich die marktdominierende Position der Enovos noch einmal verschärft mit dem erheblichen Risiko einer weiteren Marktverzerrung. 

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Absicht die Regierung mit dieser Strategie verfolgt?

Im Zuge der auf europäischen und auf nationaler Ebene vorangetriebenen Energiewende spielt die Elektrifizierung der Energieversorgung eine zentrale Rolle. Die Unternehmen der Branche haben sich darauf eingestellt und massiv in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investiert. Die Luxemburger Technikbranche verfügt über die Kapazitäten und über das Know-how um die staatliche Energiepolitik beim Kunden schnell und effizient umzusetzen. Die Regierung selbst unterstreicht regelmäßig die zentrale Bedeutung eines diversifierten und dynamischen Handwerks bei der Umsetzung der Energiewende.

Warum spielt die Regierung dieses doppelte Spiel mit der Enovos, die anstatt als Partner als Konkurrent der mittelständischen Unternehmen auftritt und mittlerweile einen Verdrängungswettbewerb losgetreten hat?

Entspricht dies dem konkreten Willen der Regierung und des Energieministers, oder haben die öffentlichen Aktionäre kein Interesse daran, was bei der Enovos vorgeht ?

Als repräsentativer Branchenverband erwarten wir uns von den politischen Verantwortlichen konkrete Antworten.

Die Fédération du Génie Technique prüft weiterhin ihre juristischen Optionen und weitere Initiativen, um wieder faire Konkurrenzbedingungen auf ihrem Markt herzustellen. Schlussendlich sind es auch die fairen Konkurrenzbedingungen, die dem Endkunden garantieren, dass er die beste Leistung zum besten Preis beziehen kann.

 

Luxemburg, den 16. November 2016

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